Tennis Rackets und Zubehör im Tennis Shop von Keller Sports
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      Jens news

Jens Barthelmes (30) is founder and webmaster of Stringforum.net,
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  Jens News 12 - Tennis auf unterschiedlichen Bodenbelägen
 
Sandplatz, Hartplatz, Teppich, Rasen - auf jedem Belag wird ein anderes Tennis gespielt. Aber warum ist das so und was bedeutet das für den normalen Tennisspieler und den Wechsel von Winter- zu Sommersaison?


Daß Ivan Lendl nie in Wimbledon gewinnen konnte und Roger Federer bisher noch nie ein French Open Finale für sich entscheiden konnte, hat einen einfachen Grund: Es gab immer jemand, der besser auf dem jeweiligen Belag zurechtkam.
 
 
Es ist keine Überraschung: Für die extremen Beläge scheint es Spezialisten zu geben.
Doch was unterscheidet eigentlich die verschiedenen Bodenbeläge? Zum Einen beeinflußt der Belag deutlich die erforderliche Beinarbeit der Spieler (offensichtlichstes Beispiel: Das Hineinrutschen in den Ball auf Sand, welches auf den anderen Belägen nicht möglich bzw. gefährlich ist), zum Anderen ist es das unterschiedliche Sprungverhalten der Bälle. Auf letzteres möchte ich etwas näher eingehen.

Daß Rasen und Teppich die schnellsten Beläge sind und Sand der langsamste, ist weitgehend bekannt. Hartplätze gibt es in den verschiedensten Varianten, welche meist zwischen Teppich und Sand anzusiedeln sind.
Es sind vor allem zwei Faktoren, welche das unterschiedliche Sprungverhalten der Bälle beeinflussen: Die Absprunghöhe und der Reibungsverlust beim Bodenkontakt.
Auf Rasen springen die Bälle sehr flach, weil der Belag 25% der vertikalen Energie absorbiert. Die Bälle springen aber gleichzeitig sehr schnell, weil die Reibung auf dem Gras relativ niedrig ist. Hier gehen nur ca. 28% der horizontalen Energie verloren.
Auf Hartplätzen wie bei den US Open und den Australian Open springen die Bälle höher (hier wird nur 20% der vertikalen Energie absorbiert) und langsamer (ca. 34% der horizontalen Energie geht verloren).
Auf Sandplätzen springen die Bälle am höchsten (15% Energieverlust), werden aber gleichzeitig durch die hohe Reibung am stärksten gebremst (40%). Auf Sand hat man also am meisten Zeit, sich gut zum Ball zu stellen, und zusätzlich kommt man besser unter den Ball und kann dadurch einen stärkeren Topspin schlagen.

Die Auswirkungen auf das Spiel werden nun deutlich: Während die Spieler auf Rasen versuchen, die Bälle möglichst gerade und flach zu halten, versuchen Sandplatzspieler, die hohe Reibung des Balles beim Bodenkontakt durch starken Topspin zu egalisieren und somit das Spiel schneller zu machen und dem Gegner weniger Zeit zu geben.
Dadurch ergeben sich auch unterschiedliche Anforderungen an das Material: Spin und Verschleiß spielen bei schnellen Belägen eine weitaus geringere Rolle als auf Sand (wo der Verschleiß zusätzlich durch Sandpartikel verstärkt wird). Hinsichtlich Power und Kontrolle scheiden sich die Geister: Viele Spieler sagen, daß sie auf schnellen Belägen weicher besaiten, um mehr Power aus dem Material zu bekommen, da man mehr reagiert als agiert, während man auf Sand mehr agieren kann und die Power selbst erzeugen kann. Andere Spieler sagen wiederum, daß die Power des ankommenden Balles auf schnelleren Belägen besser kontrolliert werden muß, und bespannen daher härter. Ich denke es ist eine Sache der Beinarbeit. Wenn Du auf allen Belägen immer gut zum Ball stehst, brauchst Du das Power/Kontrolle Verhältnis Deines Schlägers nicht verändern. Wenn Du hingehen auf schnellen Belägen häufig spät am Ball bist, ist eine weichere Besaitung ratsam.

Für mich persönlich ist die Umstellung von Teppich auf Sand immer sehr angenehm, da ich mehr Zeit habe für meine Schläge. Ich besaite deshalb auf Sand gewöhnlich härter bzw. mit Polys, während ich im Winter weicher besaite und meistens Multifilamentsaiten verwende.
Den Temperatur-Effekt sollte man aber nicht außer Acht lassen. Wenn es im April/Mai noch kühl ist (unter 15°C), kann ruhig noch mit dem Winter-Setup gespielt werden.

Einen tollen Start in den Tennisfrühling wünscht euch

Euer Jens

 
 
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Jens News 12 - Tennis auf unterschiedlichen Bodenbelägen






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